Communiqué – Position der Föderation der Suchtfachleute zum E-Dampfen

21 November 2017

COMMUNIQUÉ – Lausanne, 21. November 2017 – Zur sofortigen Verteilung

Die Konsumentenvereinigung Helvetic Vape begrüsst die Position der Föderation der Suchtfachleute zum E-Dampfen und zur Risikominimierung. Sie sieht darin die solide Basis für eine globale, effektive und pragmatische Zusammenarbeit.

Die Konsumentenvereinigung Helvetic Vape ist der Ansicht, dass die Initiative der Föderation der Suchtfachleute eine solide Basis für die Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren des öffentlichen Gesundheitswesens und den Konsumenten darstellt. In den letzten zehn Jahren blieb die Raucherquote in der Schweiz auf einem konstant hohen Niveau. Für Helvetic Vape erfordert diese Feststellung ein sehr rasches Ergreifen von kreativen und pragmatischen Massnahmen, um den Konsum von brennbaren Tabakprodukten zu reduzieren. Dies wäre im Einklang mit der Nationalen Strategie Sucht sowie der Nationalen Strategie für nichtübertragbare Krankheiten (NCD-Strategie).

Millionen von Menschen konnten dank dem E-Dampfen das Rauchen von Tabak einstellen. Seit zehn Jahren ist diese Gesundheitsrevolution eine von den Konsumenten getriebene soziale Bewegung welche, trotz erbittertem Widerstand durch konservative und wirtschaftliche Interessengruppen, bestand hat. Der Status-Quo, bei welchem nur die Tabak- und Pharmalobbys die Gewinner sind, ist nicht länger haltbar. Die Schweiz ist das letzte Land in Europa, welches den Handel von nikotinhaltigen E-Liquids verbietet.

Die Konsumentenvereinigung Helvetic Vape betrachtet den ersten Entwurf des Tabakproduktegesetzes (TabPG) als nicht innovativ. Er hätte lediglich den Status der brennbaren Tabakprodukte beibehalten und die Entwicklung von Instrumenten zur Risiko- und Schadensminimierung eingeschränkt. Diese Fallstricke müssen beim neuen Entwurf, welcher sich derzeit in Vorbereitung befindet, zwingend vermieden werden. Dazu muss die Bundesverwaltung, welche für den Vorentwurf zuständig ist, mehr Rücksicht auf die Meinung der Betroffenen nehmen: den Nikotinkonsumenten. Helvetic Vape steht den Behörden jederzeit zur Verfügung, sofern sie das öffentliche Interesse berücksichtigen wollen.

Wenn die Schweiz die Zahl der nichtübertragbaren Krankheiten, welche auf dem Konsum von brennbaren Tabakprodukten zurückzuführen sind, reduzieren will, muss sie ihre eigene Politik entwickeln. Aktuell gehen nur 0,3% des Preises einer Zigarettenpackung dem nationalen Fonds zur Tabakprävention und dieser kennt wiederum nur das Prinzip der absoluten Abstinenz. Helvetic Vape verlangt, dass dieser Satz auf 1% erhöht wird und einem neuen, viel offeneren und pragmatischen Fonds zur Verfügung steht. Die Finanzierung von Forschungsarbeiten über den potentiellen Nutzen und die Restrisiken von unterschiedlichen Instrumenten zur Schadensminimierung muss oberste Priorität haben. Darüber hinaus ist es unerlässlich, ein effektives Monitoring zu finanzieren, welches durch eine verstärkte Häufigkeit und eine bessere Feinabstimmung die effektiven Strömungen zwischen den unterschiedlichen Konsumformen und des Nichtkonsums ermöglicht.

Helvetic Vape ist jederzeit bereit, an den notwendigen Reflexionen über die Verwendung Werkzeugen für die Risikominimierung beim Konsum von Nikotin und Cannabinoiden gemäss dem Positionspapier der Föderation der Suchtfachleute mitzuwirken. Um die Herausforderungen von heute und morgen in den gemeinsamen Bereichen Risikominimierung, Prävention und öffentliche Gesundheit zu bewältigen, muss gleichzeitig eine viel globalere und innovativere Reflexion zu allen potentiell süchtig machenden Anwendungen in Gang gesetzt werden.

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