Kritik am Bericht zum E-Dampfen der WHO

26 October 2016

Zwischen dem 7. und 12 November 2016 findet in Neu-Delhi die 7. Konferenz der Vertragsparteien (COP7) des Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs (FCTC) statt. Die Schweiz hat diese internationale Konvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwar unterschrieben, jedoch nie ratifiziert. Die offizielle Schweizer Delegation, deren Zusammensetzung nicht bekannt ist, wird bloss Beobachter sein und somit kein Stimmrecht haben. Helvetic Vape empfiehlt dennoch, dass die offizielle Delegation sowie andere autorisierte Schweizer Beobachter das folgende bedenken:

Bei der vorausgehenden Konferenz der Vertragsparteien des FCTC wurde ein Bericht zu den elektronischen Nikotinverabreichungssystemen (Electronic Nicotine Delivery Systems – ENDS) angeordnet. Dieser nicht unterzeichnete Bericht wurde im August 2016 durch die WHO veröffentlicht. Das Studienzentrum für Tabak & Alkohol des Vereinigten Königreiches (UK Centre for Tabacco & Alcohol Studies – UKCTAS), welches ein Netzwerk von 13 Universitäten umfasst, veröffentlichte am 25. Oktober 2016 einen Kommentar zum WHO-Bericht und kritisiert diesen scharf.

Die wichtigsten Anliegen der britischen Wissenschaftler zum WHO-Bericht sind wie folgt:

  • Die Positionierung des E-Dampfens als Gefahr anstelle einer Chance
  • Fehler in der Quantifizierung des Risikos
  • Inadequate Vergleiche zum Rauchen von Tabak
  • Falschdarstellung des Risikos des Passivdampfens
  • Abwerten der Tatsache, dass das E-Dampfen Rauchern beim Rauchstopp hilft
  • Dass Marketing für E-Dampfen auch Rauchstopp-Werbung ist
  • Eine Aromenvielfalt ist essentiell für ein attraktives E-Dampfprodukt als Alternative zum Rauchen von Tabak
  • Mangelhafte Charakterisierung des Marktes von E-Dampfprodukten und der Rolle internationaler Tabakkonzerne
  • Eine unberechtigte Unterstützung für ein Verbot von E-Dampfprodukten
  • Regulierungsvorschläge ohne Analyse
  • Keine Beurteilung der unbeabsichtigten Folgen
  • Ein grober Mangel an Transparenz und Qualität

Das International Network of Nicotine Consumer Organisations (INNCO), welches 20 Millionen Nikotinkonsumenten vertritt, unterstützt in einer Erklärung die Kritik des UKCTAS.

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